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Kissinger Wölfe und Mighty Dogs zusammen für die gute Sache

Kissinger Wölfe und Mighty Dogs zusammen für die gute Sache

Die ehemaligen Legenden stehen wieder auf dem Eis - diesmal trägt Thomas Berndaner von den Mighty Dogs das Benefizspiel in Schweinfurt aus.

Vergangenes Jahr verloren die Kissinger Oldstars mit 13:4. Es wird Zeit für eine Revanche in Schweinfurt gegen die Oldstars der Mighty Dogs. Archivfoto: Hopf

Die Eishockey-Zeit ist noch nicht beendet. Während die Kissinger Wölfe den bayerischen Landesligameister gegen Klostersee ausspielen, kommt es am Samstag, 17. März, in Schweinfurt zu einer Neuauflage des Oldstargames. Vor einem Jahr fand das Benefizspiel zwischen ehemaligen Bad Kissinger und Schweinfurter Eishockeyspielern in der Kurstadt statt. Schweinfurt gewann damals mit 13:4. Zeit für eine Revanche. Denn obwohl laut Organisator Thomas Berndaner der Spaß im Vordergrund stehe, sagt er auch: "Der Ehrgeiz ist natürlich da. Letztes Jahr haben wir gewonnen, deswegen wird Bad Kissingen alles daran setzen, diesmal zu gewinnen. Aber wir werden das zu verhindern wissen."

Spiel für den guten Zweck

Spielbeginn ist um 17 Uhr in der Schweinfurter Eissporthalle. Der Eintritt ist frei, denn Berndaner wünscht sich viele Zuschauer: "Ich habe den Ansporn, zwischen 500 und 1000 Leute in die Halle zu bekommen, es ist schließlich für den guten Zweck." Vergangenes Jahr wurden die Einnahmen an die Lebenshilfe Bad Kissingen gespendet, dieses Jahr kommt ein Teil des Geldes der Kinderklinik im Leopoldina-Krankenhaus in Schweinfurt zugute, der andere Teil geht an die Regenbogenstation Würzburg.

"Auch wenn schon viele Ehemalige lange Zeit keine Schlittschuhe mehr angehabt haben, haben relativ viele Spieler zugesagt", sagt Berndaner. Für Bad Kissingen werden unter anderem Dennis Schmitt und Dimitri Trachimowitsch als Goalies, Christian Fischer, Matthias Pfleger, Ralf Schmitt, Sven Naumann, Eugen Dancov und Mike Hawkins auflaufen. Auch Martin Wosnik aus Amerika hat sich angekündigt, er verbindet das Benefizspiel mit einem Familienbesuch in der Heimat. Ferner werden sich Michael Grimm, Wolfgang Kratz, Andreas Happ, Horst Feuerfeil, Christian Keul, Ralph Heinrich, Michael Rosin, Manuel Potschka, Holger Buczynski, Alex Walter, Till Bergermann, Axel Bergermann und Philipp Wieber die Ehre geben. Für Schweinfurt laufen unter anderem Andreas Witti, Jens Schad, Artur Klos und natürlich Thomas Berndaner selbst auf.

15 Euro pro Spieler

Die Bad Kissinger sind den Schweinfurtern mit der Anzahl an Spielern zwar überlegen, "wir müssen aber den Altersunterschied ausgleichen", sagt Christian Keul von den Kissinger Oldstars mit einem Schmunzeln. 16 bis 17 wollen für Bad Kissingen spielen, bei den Schweinfurtern haben bisher zwölf bis 13 Spieler zugesagt. "Einer ist leider erkrankt", sagt Berndaner. Damit genügend Geld für den guten Zweck zusammenkommt, spendet jeder Spieler mindestens 15 Euro in den Topf. "Es wäre schön, wenn ein ähnlicher Betrag wie im letzten Jahr zusammenkommt", sagt Berndaner.

(Quelle Infranken.de Pia Schmitt)

Eishockeysport in Unterfranken hat es schwer

Eishockeysport in Unterfranken hat es schwer

Im Vergleich zu den meisten Vereinen der Landesliga, auch der Bayernliga, ist der Fanzuspruch am Main und an der Saale enorm.

Nikolai Kiselev (vorne) ist ein Fixpunkt im Sturm der Kissinger Wölfe. Und die Kurstädter sind dankbar, solch einen Ausnahmekönner ihrem Publikum präsentieren zu können.Foto: Hopf

Kissinger Wölfe

"Die Aussagen von Marc Hindelang haben mich extrem verletzt. Ich bin schwer am Überlegen, ob ich überhaupt weitermache", sagt Michael Rosin. Der Vorsitzende der Kissinger Wölfe beklagt insbesondere die aktuelle Hetze in den sozialen Medien. "Wir wollen unseren Fans attraktives Eishockey bieten, um auch als Verein attraktiv zu sein. Und zwar insbesondere für den Nachwuchs, der bei uns in der ländlich geprägten Region natürlich schwerer zu rekrutierten ist als im Großraum München." Rosin wundert sich über den Vorwurf der mangelnden Nachhaltigkeit, schließlich spielen aktuell etwa 50 Kinder und Jugendliche in verschiedenen Altersklassen in Spielgemeinschaften mit Haßfurt und Schweinfurt. "Lizenzierte Trainer und viele motivierte Eltern unterstützen uns vorbildlich. Und es kommen permanent neue Spieler dazu. Da bewegt sich was." Über die Äußerung, die Kissinger Wölfe würden jungen Spielern keine Perspektive bieten, wundert sich Michael Rosin. "Wir befinden uns noch im Aufbau. Und verfügen aktuell schlichtweg über keine älteren Jugendlichen, die in naher Zukunft die erste Mannschaft verstärken könnten." Rosin bedauert, dass in den vergangenen Jahren deutsche Spieler wie Michael Stach, Kevin Faust, Kevin Keßler, Jonas Manger oder Sidney Els den Verein verlassen hatten und verteidigt die Verpflichtung diverser ausländischer Spieler. "Wir wussten doch bis kurz vor der Saison nicht einmal, ob uns eine Halle zur Verfügung steht. Als die Zusage kam, war der Markt quasi abgegrast. Da gab es nur die Alternative, sich im Ausland umzuschauen oder keine Mannschaft zu melden."

ERV Schweinfurt

Beim ERV Schweinfurt stehen neben Spielertrainer Zdenek Vanc aktuell dessen tschechische Landsmänner Richard Adam, Marek Proks und Marc Zajic unter Vertrag, dazu kommt der kanadische Kapitän Dion Campbell. Teambetreuer Thomas Berndaner sagt dennoch: "So kann es nicht weitergehen. Ich bin schon der Meinung, dass das eingedämmt gehört." Nur die Frage nach dem Wie, die kann auch Berndaner spontan nicht beantworten - hat aber zumindest einen Ansatz parat: "Vielleicht braucht es eine knallharte Regel und die Transferkarten werden mit jedem ausländischen Neuzugang teurer. Das deutsche Eishockey soll sich ja entwickeln." In der Ausbildung der Spieler sieht der Schweinfurter derweil auch einen Grund für die steigende Tendenz in Richtung Legionärs-Spieler: "Die guten Spieler aus dem eigenen Nachwuchs gehen zum Beispiel nach Köln. Was ja auch richtig ist, aber für unsere Vereine ein Riesen-Problem." Weil der Standort-Nachteil die Unterfranken zu kostspieligen Lösungen zwingt. "Wir haben hier ganz klar das Problem, dass wir kaum Vereine ringsherum haben. Außer uns, Haßfurt, Bad Kissingen und Würzburg gibt es ja nichts. Dadurch hast du weniger Nachwuchs und entsprechend keine deutschen Spieler auf hohem Niveau. Denn jeder Zuschauer will ja auch in der Landesliga gutes Eishockey sehen. So ist ein bestimmtes Level anders einfach nicht zu bieten."

ESC Haßfurt

Deutliche Worte findet der Haßfurter Trainer Martin Reichert: "Der Verband hat bereits für alle Nachwuchsligen die Beschränkung von ausländischen Spielern aufgehoben. Nebenbei schafft Herr Hindelang Regelungen, welche die Südvereine bevorzugen. So muss etwa ein Verein keine U9-Mannschaft stellen und darf höherklassig spielen, wenn er kein eigenes Stadion besitzt. Warum ist das so? Alle neuen Regelungen des Verbandes nehmen Rücksicht auf die Südvereine und die Nordvereine werden angeprangert. Nein, auch wenn es aus Herrn Hindelangs Sicht fragwürdig ist, was der ein oder andere Verein entscheidet, so halten sich alle an die offiziellen Regeln. Somit ist es mehr als fragwürdig, dass Herr Hindelang diese Vereine an einem Aufstieg hindern will. Zusätzlich wird dieses Verhalten der Verbandsseite früher oder später auch rechtliche Konsequenzen haben, da die Entscheidungen rechtlich nicht haltbar sein werden, weil eine gewisse Willkür nicht zu übersehen ist. Eine Landesliga in zwei Teile aufzutrennen, die niemals gegeneinander antritt - ein Novum im Sport, um die Südvereine zu schützen?"

Auch ESC-Vorstandsmitglied Andreas Kurz fordert einen präziseren Blick auf die jeweiligen Strukturen. "Komplett einverstanden sind wir mit dem Programm des BEV und DEB 'Wir sind Eishockey'. Ziel des Programms in einem Fünf-Stufen-Konzept ist die Gewinnung von Nachwuchs. Überhaupt nicht einverstanden sind wir mit dem Plan dieser Umsetzung. Ein Beispiel: Nur die Vereine, die im nächsten Jahr eine eigene U9-Mannschaft haben, dürfen Landes- oder Bayernliga spielen. Wir haben Verträge mit den Eishallenbetreibern, mit Sponsoren, Busunternehmen, Trainern, Spielern, und so weiter. Diese Verträge sind meist langfristig und an bestimmte Rahmenbedingungen gebunden. Worst-Case-Szenario eines Eishockeyvereins kann durchaus sein, dass halt im Sommer ein paar sechs- bis neunjährige Kinder das Zünglein an der Waage sind, in welcher Liga du spielst, und damit vielleicht über den Fortbestand eines Vereins entscheiden. Warum werden Städte mit zehn- bis 15 000 Einwohnern mit Städten von 100 bis 500 000 Einwohnern gleichgesetzt? Falsch ist die Behauptung, es hätte eine freiwillige Selbstbeschränkung gegeben, gegen die wir nun verstoßen würden. In der Landesliga-Tagung im Herbst 2017 haben alle anwesenden Vereine, außer ein Verein - und das war nicht Bad Kissingen - zugestimmt, mit nur einem transferkartenpflichtigem Spieler zu spielen. Nachdem sich die Vereine verständigt hatten, alle oder keiner, gab es diese Vereinbarung nicht. js/si/rn

Der Kommentar zum Thema von Jürgen Schmitt

Marc Hindelang ist Medienprofi. Schließlich arbeitet der 50-Jährige als Sportkommentator fürs Bezahl-Fernsehen. Die jüngsten Äußerungen über das "Wettrüsten" in der Eishockey-Landesliga und die damit verbundene konkrete Kritik an der Personalpolitik der Kissinger Wölfe haben denn auch ihre Wirkung entfaltet. Und zwar zum Nachteil der Saalestädter, die sich an den medialen Pranger gestellt sehen. Es ist tatsächlich so, dass viele (auswärtige) Fans und einige Clubs vornehmlich im Netz und aus der Anonymität heraus ordentlich schüren gegen den Eishockey-Verein von der Saale, der sich rein gar nichts hat zuschulden kommen lassen. Ja, es stimmt, dass bei den Wölfen relativ viele Spieler mit ausländischen Wurzeln unter Vertrag stehen. Weil dies aktuell die einzige Möglichkeit des Überlebens ist. Mangelnde Solidarität mit den anderen Vereinen der Landesliga wirft Hindelang den Bad Kissingern vor, die sich beim Treffen der Vereine einer freiwilligen Selbstbeschränkung verweigert hätten. Was Wölfe-Boss-Michael Rosin einerseits deutlich dementiert, und was andererseits allenfalls eine moralische, sicher keine rechtliche Verpflichtung bedeutet hätte. Der eigene Nachwuchs ist viel zu jung, deutsche Spieler auf dem Markt sind nur schwer zu bekommen, zumal die Kaderplanung extrem kurzfristig erfolgte aufgrund der unsicheren Situation rund um die Immobilie Eishalle. Wahrheiten, die ein Mann vom Fach wissen und in sein Urteil mit einbeziehen muss. Das hat der Obmann im Bayerischen Eishockey-Verband und Vizepräsident im Deutschen Eishockey-Bund leider versäumt. Eine über 40-jährige Eishockey-Geschichte gibt es in Bad Kissingen. Und zwar deshalb, weil der Verein die Ausbildung des eigenen Nachwuchses an die erste Stelle der Vereinspolitik setzte. Dass die baulich bedingte Schließung der Eishalle nahezu das komplette Ausbildungs-Aus bedeutete, kann dem Verein nicht angelastet werden. Zum Wiederaufbau braucht es einen langen Atem - und ein Aushängeschild, wie es die aktuelle erste Mannschaft ist. Die Fans goutieren diesen Weg und kommen zahlreich zu den Spielen der Wölfe, die das Sportangebot in der Stadt und der Umgebung definitiv bereichern. Mit seinen Äußerungen hat Marc Hindelang für keinen einzigen neuen Nachwuchsspieler gesorgt. Aber dafür reichlich Frust über den Traditions-Verein ausgekippt, weshalb sich Michael Rosin gar mit Rücktrittsgedanken trägt. Dies alles hat dem Eishockeysport definitiv mehr geschadet als genutzt.

(Quellen: Infranken.de)

Marc Hindelang steht Rede und Antwort

Marc Hindelang steht Rede und Antwort

Der Eishockey-Obmann äußert sich zu den Vorwürfen in Richtung der Kissinger Wölfe.

Marc Hindelang. Deutscher Eishockey-Bund/CityPress

Das Bad Kissinger Eishockey ist in aller Munde. Aber nicht so, wie man sich dies an der SaaleGenießen Sie Lesefreude wünscht. Die Aussagen von Marc Hindelang, Obmann im Bayerischen Eishockeyverband und einer der Vizepräsidenten im DEB, haben für mächtigen Wirbel gesorgt. Wir haben nachgefragt.

Herr Hindelang, Sie werden im Münchner Merkur wie folgt zitiert: Bad Kissingen stehe für den "Wahnsinn", der derzeit in der Landesliga grassiert - "und ist als Eishockeyverein für uns wertlos". Würden Sie das präzisieren?
Marc Hindelang: Der Wahnsinn ist das Aufrüsten inzwischen mehrerer Vereine der 5. Liga, durch die Verpflichtung von Spielern aus dem Ausland. Vorreiter war der EC Bad Kissingen bereits in der vergangenen Saison. In der Satzung des Bayerischen Eissport Verbandes e.V. steht: "Ziel des Vereins ist die Förderung des Eissports". Dieser Satzung haben sich die Mitglieder, also die Vereine, unterworfen. Vereine, die nicht oder kaum fördern, helfen der Sportart nicht weiter. So ist das zu verstehen.

Sie sprechen die Internationalität im Kader der Kissinger Wölfe an, der den Amateurgedanken konterkariere und ein Wettrüsten zur Folge habe. Und: Bad Kissingen hätte andere Landesligisten mitgerissen. Wie beurteilen Sie die Personalpolitik anderer Vereine wie ESC Haßfurt, ERV Schweinfurt oder ESV Burgau? Warum brechen Sie ausschließlich den Stab über den Bad Kissinger Verein?
Ich bin auf Bad Kissingen angesprochen worden und habe darauf geantwortet. Bad Kissingen ist allerdings auch der "Vorreiter", hat bereits in der vergangenen Saison ein halbes Dutzend transferkartenpflichtiger Spieler eingesetzt, obwohl die Landesligisten sich selbst beschränken wollten. Dieses Jahr wurden acht Kontingentspieler registriert. Andere Vereine tun dies inzwischen leider auch unter der Überschrift "Chancengleichheit" - das ist nicht besser und hat leider zur Ursache, dass die einheimischen Spieler weniger Einsatzzeiten bekommen und Perspektiven verlieren.

Der Bad Kissinger Eishockeyverein hatte vor etwa zehn Jahren mit der längeren baubedingten Schließung der Eishalle seinen kompletten Unterbau mit Nachwuchsteams in allen Klassen verloren und müht sich jetzt um einen Wiederaufbau. Der Verein sieht sich daher gezwungen, sich mangels Masse um auswärtige Spieler zu bemühen. Finden Sie das verwerflich? Was wäre eine bessere Alternative Ihrerseits?
Es war also zehn Jahre Zeit, wieder etwas aufzubauen. Ist das geschehen oder wurde dies viel zu lange vernachlässigt? Dabei gibt es kein besseres Argument für die Unterstützung durch die Kommune, als möglichst viele Kinder aufs Eis zu bringen. Das hat in anderen Städten schon für die Sanierung von Eishallen gesorgt. Es ist nichts dagegen zu sagen, sich um "auswärtige" Spieler zu bemühen; also um Spieler, die nicht aus der Stadt kommen. In der Region Nordbayern gibt es sicherlich auch welche, im besten Fall sogar junge Spieler, die zum Beispiel anderswo den Sprung in die Oberliga nicht schaffen. Mit solchen Spielern könnte man etwas Nachhaltiges aufbauen. Stattdessen schaut man über die Grenzen, holt "fertige" Spieler und raubt anderen Spielern die Perspektive - übrigens ein Problem, das man andernorts auch findet.

Sie vermuten, Vassili Ledin, der Vater des Spielers Viktor Ledin, würde mit russischem Geld Mannschaft/Verein finanzieren. Was veranlasste Sie zu dieser Aussage?
Die Aussage ist so nicht gefallen. Ich habe gesagt, Herr Ledin ist nach meinem Wissen einer der Sponsoren des Vereins und dort sehr engagiert. Die Schlussfolgerung hat Herr Klein (vom Münchner Merkur; Anm. d. Red.) selbst gezogen. Woher das Geld kommt, ist unwichtig, es ist sogar gut, wenn Geld ins deutsche Eishockey fließt - wenn es sinnvoll eingesetzt wird.

Wie handhaben Sie die Personalpolitik beim EV Lindau, wo ebenfalls eine Reihe Spieler mit ausländischen Wurzeln unter Vertrag stehen. Gibt es bessere/schlechtere Ausländer? Ist diese Beurteilung am Spielerpass gekoppelt?
Bitte nicht das Wort im Mund umdrehen: Der EV Lindau, der in einer Stadt mit 26 000 Einwohnern im übrigen 200 Kinder im Nachwuchs ausbildet und diese in der ersten Mannschaft einbaut, hält sich an das Gentlemen's Agreement der semiprofessionellen Oberliga und spielt wie alle anderen Vereine in dieser dritten Liga mit nur zwei transferkartenpflichtigen Spielern. Wir sprechen hier von der zweitniedrigsten Klasse. Ein internationaler Transfer kostet den Verein rund 1200 Euro. Sie können selbst ausrechnen, wieviel Geld dafür in die Hand genommen wird, wenn in einer Saison acht Transfers getätigt wurden. Für dieses Geld könnte man einiges an Eiszeiten oder Leihausrüstungen für Nachwuchsspieler finanzieren.

In der DEL sind viele Spitzenpositionen von ausländischen Stars besetzt. Sind Sie hier mit dem Status Quo einverstanden?
Definitiv nicht. Die Reduzierung der Kontingentstellen und die bessere Ausbildung einheimischer Spieler ist eines der wesentlichen Ziele des Projektes Powerplay 26. Dies beginnt im Übrigen mit der Rekrutierung von Nachwuchsspielern in den kleinen Vereinen. Dafür kämpfen wir. Dies ist auch der Grund, warum im BEV Zulassungsvoraussetzung für Bayernliga und Landesliga in dieser Saison eine U8 Mannschaft ist, ab der kommenden eine U9 und U11-Mannschaft.

Sie werden des Weiteren zitiert, Bad Kissingen setze sich über Vereinbarungen hinweg. Würden Sie dies bitte konkretisieren? Auf andere Vereine trifft dies nicht zu?
So werde ich nicht zitiert. Der EC Bad Kissingen ist aber neben dem ESV Burgau der Verein, der verhindert hat, dass eine Vereinbarung zustande kam. 21 andere Landesligisten waren sich einig, mit nur einem transferkartenpflichtigen Spieler anzutreten. Kissingen und Burgau haben sich dieser Solidarität verweigert. Das kritisiere nicht nur ich. Das hat inzwischen einen Flächenbrand ausgelöst.

Die nordbayerischen/fränkischen Vereine haben im Vergleich zu den Kollegen vor allem in Ober- und Niederbayern strukturelle Probleme und klagen über die schwierige Rekrutierung von Nachwuchs. Können Sie diese Sorgen teilen?
Wir wissen alle, dass es eine extrem intensive und harte Arbeit ist, Nachwuchs zu generieren. Das ist das Schwierigste überhaupt, weil wir im Eishockey im Wettbewerb mit vielen anderen Sportarten stehen. Aber diese Arbeit muss gemacht werden, sonst schafft sich unser Eishockey ab. Man muss es halt wollen und sich dafür engagieren, in Schulen und Kindergärten werben, Kids-Days veranstalten. Dafür gibt es übrigens Hilfen. Ich empfehle die Seite "Wir-sind-Eishockey.de" des DEB. Natürlich ist die Dichte an Vereinen in Nordbayern geringer, die Fahrten zu Spielen weiter. Aber das ist ja erst der zweite Schritt. Der erste ist: Werbung, Werbung, Werbung. Und niemand kann mir erzählen, dass in Bad Kissingen weniger Kinder leben als in einer Stadt wie Türkheim (7000 Einwohner) in der es der Eishockeyverein schafft, fast alle Nachwuchsteams zu besetzen. Es ist die Frage: Wie hole ich die Kinder ab, wie sehr bemühe ich mich, was habe ich als Verein zu bieten? Jedes Kind, das Eishockey spielt, zieht in der Regel drei Personen mit, die sich für diesen Sport interessieren und dann auch Zuschauer der ersten Mannschaft sind. Egal, in welcher Liga.

Ihre Aussagen im Merkur haben für eine verbale Hetze in den sozialen Netzwerken in Richtung der Kissinger Wölfe zur Folge. War es Ihre Intension, an diesem Verein ein Exempel zu statuieren?
Nein. Meine Aufgabe ist, siehe oben, dazu beizutragen, dass der Eissport in Deutschland gefördert wird. Deshalb lege ich meinen Finger in die Wunde und nenne Ross und Reiter. Und,wie oben gesagt, Bad Kissingen ist nicht allein, steht aber definitiv am Anfang dieser Entwicklung, hat sie leider mit eingeleitet und geht diesen Weg weiter. Das ist nun mal ein Fakt, der nicht weg zu diskutieren ist.

Sehen Sie die Gefahr einer Schiedsrichter-Beeinflussung zum Nachteil der Kissinger Wölfe?
Nein. Warum? Die Schiedsrichter im BEV sind gut ausgebildet neutral und beurteilen das, was auf dem Eis passiert, nicht nebendran. Solche Verschwörungstheorien landen in einer Sackgasse.

Das Gespräch führte
Jürgen Schmitt

(Quelle: Infranken.de)

Nachwuchs für die Wölfe gesucht

Nachwuchs für die Wölfe gesucht

Am Sonntag können die jungen Fans der Kissinger Wölfe gemeinsam mit ihren Idolen auf dem Eis stehen.

 
Am Sonntag locken die Kissinger Wölfe ihre Fans schon vor dem Spiel gegen Amberg in die Eissporthalle. Und zwar die Kleineren von ihnen: Es findet ein "Kids Day" bei den Kissinger Wölfen statt. "Das ist eine Veranstaltung der ersten Mannschaft für alle Kinder aus Kissingen und Umgebung, um zu zeigen, was Eishockey ist", sagt der Jugend-Koordinator der Wölfe, Valery Dancov.

Interesse am Eishockey wecken

Das langfristige Ziel der Kissinger ist es, irgendwann mal eine erste Mannschaft aus dem eigenen Nachwuchs zu stemmen. "Im Moment können wir das noch nicht, deswegen müssen wir Spieler von außerhalb holen. Dieses Jahr haben wir schon einiges für die Jugend geschafft, wir haben eine eigene U8-Mannschaft melden können. In anderen Bereichen haben wir noch eine Kooperation mit Haßfurt. Aber das ist meiner Meinung nach noch zu wenig. Wir müssen bei noch mehr Kindern Interesse am Eishockey wecken."

Deswegen werden alle Interessierten von elf bis 13 Uhr an der Eishalle von Spielern der Landesliga-Mannschaft in kleinen Gruppen betreut. Es wird Übungen auf dem Eis geben, die Kinder können einen Parcours laufen und Schüsse trainieren, aber der Spaß soll auch im Vordergrund stehen. Ausrüstung samt Schläger stellt der Verein. Das Angebot richtet sich vor allem an Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren, aber alle Altersgruppen sind willkommen.

Trainer und Betreuer fehlen

Solch ein Schnupperkurs gehöre laut Valery Dancov für Vereine, die Nachwuchsarbeit machen, dazu. "Das wird auch vom Deutschen Eishockey-Bund gefördert", sagt Dancov. Und weiter: "Der ganze Verein muss sich noch mehr um die Jugend kümmern, es fehlen uns zum Beispiel noch Trainer und Betreuer. Der Kids Day wird nicht die einzige Aktion bleiben, wir haben noch mehr für dieses Jahr geplant."

(Quellen: Infranken.de Pia Schmitt)

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Saison: 2017/2018

1. Mannschaft

Trainer: Mikhail Nemirovsky
Co-Trainer: Michael Rosin

(T) #  1 Donatas Zukovas
(T) # 25 Timo Jung
(T) # 82 Lars Torben Franz (E)

(V) # 19 Simon Eirenschmalz
(V) # 10 Niko Samuel Grönstrand
(V) # 79 Marc Hemmerich
(V) # 29 Domantas Cypas
(V) # 18 Johan Larsson

(S) # 78 Mikhail Nemirovsky
(S) # 13 Eugen Nold
(S) # 26 Christian Masel
(S) # 17 Anton Seewald
(S) # 27 Alexei Zaitsev
(S) # 44 Brett Wur
(S) #   8 Roman Nikitin
(S) #   7 Viktor Ledin
(S) # 24 Adrian Persch

(S) # 50 Nikolai Kiselev
(S) # 75 Martin Schuler (E)

Betreuer:

Nico Achilles
Daniel Wehner
Freddy "das Tier" Schaub

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Gestern48
Woche54
Monat1129
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Aufstiegsrunde zur Bayernliga 2017/18

PTeamPtk
1 Kissingen 29
2 Schweinfurt 29
3 Königsbrunn 29
4 Pfaffenhofen 27
5 Amberg 17
6 Buchloe 15
7 Hassfurt 13
8 Moosburg 9

++++Tabelle 2017/18++++

PTeamPtk
1 Amberg 53
2 Hassfurt 52
3 Kissingen 50
4 Schweinfurt 49
5 Königsbrunn 46
6 Dingolfing 37
7 Burgau 27
8 Freising 26
9 Selb 18
10 Vilshofen 18
11 Ulm 14
12 Straubing 3
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