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Die Wölfe

Abenteuerliche Wendungen beim Derbysieg

Abenteuerliche Wendungen beim Derbysieg

Nach 1:3-Rückstand gehen die Kissinger Wölfe mit 9:4 in Führung. Kassieren dann aber fünf Treffer in Serie, um doch noch gegen Haßfurt zu gewinnen.

Den Kampf auf Biegen und Brechen dokumentieren Bad Kissingens Anton Seewald (links) und Haßfurts Marco Hildenbrand. Foto: Hopf

EC Bad Kissinger Wölfe - ESC Haßfurt 10:9 (1:3, 6:1, 3:5).

Abende wie diese werden jedem Fan noch lange im Gedächtnis bleiben. An Abenden wie diesen braucht Wölfe-Vorsitzender Michael Rosin erst einmal zwei Bier, anderen sind Baldriantropfen vielleicht lieber. Denn was die Kissinger Wölfe und die Haßfurter Hawks in 60 Minuten abgeliefert hatten, war an Spannung nicht zu überbieten.

Aber der Reihe nach: Im ersten Drittel "haben unsere Spieler gepennt", wie es Michael Rosin formulierte. Tatsächlich gingen die Hawks durch Lukas-Andreas Thebus (11.) in Führung, Haßfurt hatte zuvor die klareren Chancen gehabt. Die Antwort der Kissinger folgte prompt: Dem wiedergenesenen Spielertrainer Mikhail Nemirovsky gelang nach einer Kombination mit Alexei Zaitsev und Nikolai Kiselev der Ausgleich (12.). Doch noch während die Tordurchsage lief, stellte Haßfurts Michal Babkovic den alten Abstand wieder her. Und nicht nur das: 20 Sekunden später gelang Babkovic eine Kopie des 1:2: Haßfurt eroberte den Puck, Babkovic setzte sich gegen die Abwehr durch und schoss das dritte Gästetor.

Ins zweite Drittel starteten die Kissinger besser, vermutlich hatte es eine deftige Kabinenansprache gegeben. "Es stand dann eine andere Mannschaft auf dem Eis", sagte Michael Rosin. Nach drei Minuten gelang Kiselev der Anschluss, nachdem ein Haßfurter zuvor im Zweikampf auf ihn gefallen war. Kiselev stand auf, bekam eine super Vorlage von Nemirovsky - und Haßfurts Torwart Michael Tscherepanow hatte keine Chance. Durch den schnellen Jakub Sramek fingen sich die Kissinger das 2:4 (24.). Die Wölfe waren aber einen Tick bissiger, und so erspielte sich das Traum-Duo Nemirovsky/Zaitsev/Kiselev das 3:4 (25.). So ein Spiel noch zu drehen, zeugt von Moral. Und Moral hatten die Bad Kissinger: Anton Seewald, Nikolai Kiselev, Viktor Ledin und Alexei Zaitsev schossen die Haßfurter - zum Teil in Unterzahl - im zweiten Drittel ab. Mit 7:4 gingen die Wölfe in die Drittelpause. Eigentlich schien das Ding gelaufen.

Eigentlich. Eugen Nold mit einem trockenen Schuss (41.) und Domantas Cypas (47.) stellten sogar auf 9:4. Doch dann gaben die Kissinger ihrem Gegner immer mehr Räume zum Kombinieren. "Da haben Herz und Hirn im Team gefehlt", analysierte Rosin. "Die Mannschaft hat einen Gang zurückgeschaltet, man hat gemerkt: Sie waren noch nicht hundert Prozent da." Zuvor hatten nur sieben Kissinger trainiert, dass letztlich trotzdem 17 Mann zustande kamen, hatte Rosin überrascht.

Trotz hohem Rückstand hatten sich die Hawks nicht aufgegeben, versuchten sich immer wieder vor dem Tor durchzukombinieren. In der 49. Minute bekam Bad Kissingen den Puck nicht weg, was Thebus ausnutzte: 9:5. Zwar tat Torwart Donatas Zukovas sein Bestes und hielt einige Schüsse der Haßfurter fest. Doch gegen Daniel Hora war er machtlos (51.) - 9:6. Hatten sich die Wölfe zu sicher gefühlt? "Vielleicht", sagte Michael Rosin. "Eishockey ist halt schneller als Fußball." Und so fingen sich die Wölfe das 9:7 in Haßfurter Unterzahl und das 9:8 (56., 57.), jeweils erzielt von Jakub Sramek. Obwohl die Wölfe wirklich kämpften, konnten sie auch den Ausgleich durch Babkovic nicht verhindern (59.). Es schien, als würde das Derby vor fast ausverkauftem Haus in die Verlängerung gehen. "Der Punkt wäre drin gewesen und auch verdient", sagte nachher Haßfurts Trainer Martin Reichert. Aber da hatten sie die Rechnung ohne den bärenstarken Kiselev gemacht, der 33 Sekunden vor Schluss zum 10:9 traf.

"Die Zuschauer haben ein fantastisches Spiel gesehen", sagte Reichert nicht unbedingt unzufrieden. "Ich kann mich nicht erinnern, jemals so viele Tore in einem Spiel gesehen zu haben", fügte Michael Rosin hinzu. "Wir hatten Glück, dass das Tor noch gefallen ist. Am Sonntag in Schweinfurt müssen wir noch einmal eine Schippe drauflegen." Denn in einem vollen Icedome wird sich nichts geschenkt. Für die Fans allerdings wird dieser legendäre Abend für immer im Gedächtnis bleiben.

Den Derbysieg widmete der Verein spontan Vereinsmitglied Robert Fischer zu dessem 81. Geburtstag. "Ohne Dich und den schon verstorbenen Walter Prein würde es in Bad Kissingen kein Eishockey geben. Wenn wir bedenken, wieviele Kinder seitdem in Bad Kissingen das Spielen gelernt oder auch nur die ersten Schritte auf dem Eis gemacht haben, erfüllt uns das alles mit sehr großen Stolz", so Michael Rosin im Namen der Vereinsführung.

Link zur Pressekonferenz

(Quelle: Infranken.de Pia Schmitt)

Domantas Cypas: Ein Leben für den Sport

Domantas Cypas: Ein Leben für den Sport

Kissingen steht vor einer angespannten Personal-Situation, will aber gegen Haßfurt und Schweinfurt spielen. Domantas Cypas kann den Unterschied ausmachen.

Domantas Cypas (rechts) von den Kissinger Wölfen gilt als bester Verteidiger der Liga. Der Litauer lebt für den Sport Eishockey. Foto: Hopf

Dass Domantas Cypas überhaupt zum Eishockey gekommen ist, verdankt er seinen Eltern. "Es war die Idee meines Vaters, aber zum ersten Training hat mich meine Mutter gefahren", sagt der 21-jährige Litauer. Ein Glück für die Kissinger Wölfe, die an diesem Wochenende am Freitag (20 Uhr) erst zu Hause gegen den ESC Haßfurt und am Sonntag (18 Uhr) auswärts in Schweinfurt in der Verzahnungsrunde antreten. Denn die Wölfe können sich immer auf ihren Verteidiger verlassen.

Glücksgriff für Bad Kissingen

Dass Domantas Cypas für die Kissinger spielt, verdanken sie ihrem Torwart Donatas Zukovas: "Ich habe die Saison in Kasachstan begonnen, aber ich wurde aus dem Kader gestrichen und so habe ich all meinen Freunden geschrieben, die Eishockey spielen. Unser Torwart Don hat geantwortet und mir Nemos Nummer gegeben. Das waren super Neuigkeiten für mich." Nicht nur für ihn, auch für die Wölfe war Domantas Cypas ein Glücksgriff. Trainer Mikhail Nemirovsky ist begeistert vom jungen Litauer: "Wenn er Deutscher wäre, würde er zu 100 Prozent DEL spielen. Seine Verteidigung ist besser als 90 Prozent der Verteidiger der zweiten Liga." Der 1,95 Meter große Cypas zeige eine gute Körpersprache auf dem Eis, "er will immer lernen, er ist immer vorbereitet, konzentriert und hat Disziplin auf dem Eis. Das macht ihn zum absoluten Teamplayer", sagt Nemirovsky. Auch Wölfe-Vorsitzender Michael Rosin bestätigt, dass Domantas "einer der besten Verteidiger der Liga" sei: "Er ist läuferisch sehr stark, spielt mit Kopf, ist konditionell und körperlich in einem sehr guten Zustand. In der Verteidigung füllt er bei uns eine Schlüsselposition."

Kulinarisch ein Franke

Der Litauer lebt für diesen Sport: Seit er 13 Jahre alt ist, reist Domantas Cypas allein durch die Welt, um Eishockey zu spielen. Schweden, Lettland, die USA und Kasachstan stehen bisher auf seiner Liste. "Weil wir in Litauen keine gute Eishockey-Ausbildung haben", erklärt Cypas. Deswegen sieht er seine Familie immer erst im Sommer, wenn die Eishockey-Saison zu Ende ist. Deutschland kennt er bereits von einigen Urlauben mit seiner Familie, als er noch ganz klein war. Als deutsches Lieblingsessen zählt er Hochzeitssuppe und Sauerbraten mit Kloß auf. Kulinarisch eingelebt hat er sich in Franken also bisher schon. Und auf die Fans der Kissinger Wölfe ist Domantas Cypas stolz: "Sie sind immer sehr laut, das mag ich."

Ob die Fans ihn am Freitag gegen Haßfurt zu sehen bekommen, ist bisher noch nicht gewiss. "Es sind noch viele angeschlagen", sagt Rosin ohne Namen zu nennen. "Deshalb werden wir noch sehen, wer am Freitag spielt." Das Derby soll laut Rosin aber auf keinen Fall abgesagt werden. Denn Ausweichtermine gibt es nicht mehr, nachdem das Moosburg-Spiel nun offiziell auf den 9. März verlegt wurde.

Gemeinsame Aktion

"Ich hatte zuletzt sieben Leute plus Torwart im Training, aber das ist keine Ausrede", gibt sich Trainer Mikhail Nemirovsky kämpferisch. "Wir müssen uns auf uns konzentrieren." Trotzdem hofft der Verein auf viel Unterstützung durch die Fans. Denn gemeinsam mit der Fangruppe "Schweinfurter Plärrdeifl" und den Mighty Dogs rufen auch die Kissinger Wölfe zu einer Spendenaktion für Familie Krepelka auf.

Im Vorrundenspiel der Haßfurter gegen Freising wurde Petr Krepelka damals unverschuldet schwer verletzt und befindet sich seitdem in der Murnauer Klinik. Um seine Mutter, die deshalb in Murnau ist und für Unterkunft und Verpflegung selbst aufkommen muss, zu unterstützen, spendet der EC Bad Kissingen am Freitag von jeder verkauften Eintrittskarte einen Euro an Familie Krepelka. Zusätzlich werden Spendenboxen am Eingang und an den Essens- und Getränkeständen stehen. "Ich hoffe, es geht etwas zusammen, um die Familie finanziell zu unterstützen", sagt Michael Rosin.

Aber auf dem Eis soll es trotzdem nicht freundschaftlich zugehen. "Das Ziel muss sein, möglichst viel an Punkten mitzunehmen. Was letztendlich am Sonntag rauskommt, kann ich erst dann sagen. Die Jungs sollen aber gesund vom Eis gehen, und der sportlich Bessere soll gewinnen. Wenn bei uns die Tagesform nicht reichen sollte, dann ist es so. Es ist gerade mal Halbzeit in der Verzahnungsrunde, da ist noch nichts entschieden."

Bei Haßfurt wird definitiv Max Hildenbrand nach seiner Matchstrafe aus dem Amberg-Spiel fehlen. Der Verteidiger bekommt für seinen Stockschlag seitens des Bayerischen Eissportverbandes eine größere Sperre, wobei die die Höhe noch nicht benannt wurde.

(Quelle: Infranken.de Pia Schmitt)

Spielverlegung Auswärtsspiel Moosburg


*** BREAKING NEWS ***

Das Auswärtsspiel in Moosburg musste aufgrund beruflicher Abwesenheit von Spielern und der Verletzten/Krankenliste unsererseits nach Rücksprache mit den Verantwortlichen vom Verband und dem EV Moosburg e.V. verlegt werden. Wir freuen uns bereits jetzt auf das neu angesetzte Spiel in Moosburg, da wir dieses Spiel unbedingt spielen wollen.

Nachholtermin Termin 9.3.2018 19:30 Uhr in Moosburg

*** BREAKING NEWS ***

Die # 21 Charles Müller (berufliche Gründe) und # 22 Lukas Zänglein (langwierige Schulterverletzung) fallen bis zum Saisonende komplett aus. Wir wünschen Lukas schnelle Genesung und einen guten Start in der Folgesaison 2018/2019. Die #78 Mikhail Nemirovsky plagt immer noch seine Schulterverletzung  vom Spiel in Königsbrunn, ein möglicher Einsatz in den nächsten Wochen kann noch nicht vorausgesagt werden.

Der Rest der Mannschaft greift ab der nächsten Woche wieder an.

Wölfe wollen sich ein Polster für die restlichen Spiele ansammeln

Die Kissinger Wölfe fahren nicht nach Moosburg, um dem Gegner die Punkte kampflos zu überlassen.

EV Moosburg - EC Bad Kissinger Wölfe (Freitag, 19.30 Uhr)

Im Dezember 2011 spielten die Kissinger Wölfe (1./15) das letzte Mal gegen den EV Moosburg (6./7), der damals als Landesligameister in die Bayernliga aufstieg. Beide Vorrundenspiele verloren die Wölfe. Doch nun geht es in der Verzahnungsrunde für den Verein aus Oberbayern darum, einen Abstieg zu verhindern. "Das letzte Spiel ist sehr sehr lange her. Dieses Jahr ist das eine ganz andere Geschichte. Moosburg hat sich jetzt noch verstärkt", sagt Wölfe-Vorsitzender Michael Rosin. Der Gegner hatte unter der Woche die Rückkehr von Lukas Varecha angekündigt, der bereits in der Saison 2015/16 für den EV auf dem Eis stand und dabei 31 Tore schoss. Er soll am Freitag gegen Bad Kissingen helfen, das Ziel Klassenerhalt wieder greifbarer zu machen. Das wollen die Wölfe natürlich verhindern: "Uns geht es um drei Punkte", sagt Rosin.

Nach Moosburg ist vor den Derbys

Und drei Punkte sollten mit der Mannschaft auch drin sein, "wenn wir die gleiche Leistung abrufen wie gegen Schweinfurt. Und dann hätten wir ein ganz gutes Polster nach unten", so Rosin. Denn in der Woche nach dem Moosburg-Spiel kommen die Derbys gegen Haßfurt und Schweinfurt. "Da liegt persönlich der größere Wert drauf, denn Derby-Punkte sind besondere Punkte." Rosin geht davon aus, dass alle Spieler fit sind.

Nicht nur aufgrund des derzeitigen Tabellenstandes sind die Kissinger Wölfe leicht favorisiert beim Spiel in Moosburg. "Es ist noch nichts entschieden", entgegnet Michael Rosin und weist somit die Favoritenrolle zurück. "Moosburg hat Spiele gewonnen, bei denen man dachte, da muss man nicht unbedingt gewinnen, genauso wie andersrum. Aber Eishockey ist immer tagesformabhängig und es hängt auch von den Zuschauern ab. Und in jedem Spiel reagieren Spieler von Situation zu Situation anders."

Apropos Reaktion - das Derby gegen Schweinfurt am vergangenen Freitag stand unter Verbandsaufsicht. Gab es da eine Rückmeldung an die Kissinger Wölfe? "Nein", sagt Michael Rosin. "Die haben sich das Spiel ganz normal angeschaut. Jeder Verein kann so etwas beantragen, aber ich sehe da kein Problem, denn ich halte mich an alle Bedingungen und Auflagen."

Der Team-Bus der Wölfe fährt am Freitagmittag, 13.30 Uhr, nach Moosburg. "Noch können wir zehn Fans im Bus mitnehmen", sagt Rosin. Dann sei der Bus voll. Interessierte sollen sich vorher telefonisch bei ihm melden. Mit vier Stunden Fahrt rechnet der Wölfe-Vorsitzende, zurück geht es erst in der Nacht.

(Quelle: Infranken.de Pia Schmitt)

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Spiel Kalender

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Saison: 2018/2019

1. Mannschaft Saison 2018/2019

Trainer: Mikhail Nemirovsky (DEU)
Co-Trainer: Michael Rosin (DEU)

(T) # 30 Benny Dirksen (DEU)
(T) #
(T) # 82 Lars Torben Franz (DEU)

(V) # 19 Simon Eirenschmalz (DEU)
(V) # 79 Marc Hemmerich (DEU)
(V) #
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(V) #
(V) #

(S) # 78 Mikhail Nemirovsky (DEU)
(S) # 13 Eugen Nold (DEU)
(S) # 26 Christian Masel (DEU)
(S) # 17 Anton Seewald (DEU)
(S) # 88 Jakub Revaj (DEU)
(S) # 75 Martin Schuler (DEU)
(S) # 88 Jonas Manger (DEU)
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  • Spieltag

Aufstiegsrunde zur Bayernliga 2017/18

PTeamPtk
1 Kissingen 29
2 Schweinfurt 29
3 Königsbrunn 29
4 Pfaffenhofen 27
5 Amberg 17
6 Buchloe 15
7 Hassfurt 13
8 Moosburg 9

++++Tabelle 2017/18++++

PTeamPtk
1 Amberg 53
2 Hassfurt 52
3 Kissingen 50
4 Schweinfurt 49
5 Königsbrunn 46
6 Dingolfing 37
7 Burgau 27
8 Freising 26
9 Selb 18
10 Vilshofen 18
11 Ulm 14
12 Straubing 3
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