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Das Finale muss für die Wölfe nicht das Ende sein

Erlebt seinen mindestens dritten Frühling im Dress der Kissinger Wölfe: der 39-jährige Roman Nikitin (vorne). Foto: HopfNach dem Spiel am Freitag (19.30 Uhr) in Füssen gastiert der 16-fache Deutsche Meister am Sonntag (18 Uhr) an der Saale.

Schon mal einem nackten Mann in die Tasche gelangt? Eine rhetorische Frage, die Michael Rosin all den Nörglern stellen könnte, die derzeit in diversen Internet-Foren schlechte Stimmung machen gegen die Kissinger Wölfe. "Manche Äußerungen sind zutiefst beleidigend und gehen deutlich unter die Gürtellinie", wundert sich Rosin über die verbalen Entgleisungen Einzelner. Neid? Mag sein, denn was die Unterfranken in dieser Saison leisten, verblüfft nicht nur den Vorsitzenden der Kissinger Wölfe. Ein kleiner Kader, der Großartiges vollbracht hat mit dem Erreichen des Finals um die Landesliga-Meisterschaft. Das erste Spiel wird am Freitag (19.30 Uhr) in Füssen angepfiffen, Spiel zwei findet am Sonntag (18 Uhr) an der Saale statt.

Es stimmt natürlich, dass die Wölfe in ihrem bunt besetzten Kader diverse ausländische Akteure einsetzen. Daraus allerdings einen Vorwurf abzuleiten, der Verein würde nicht auf den Nachwuchs setzen, das ärgert Michael Rosin. Und erinnert an die längere Schließung der Eishalle vor einigen Jahren aufgrund baulicher Mängel. Eine harte Zeit für den Verein, der damit nahezu seinen kompletten Unterbau verlor. Aktuell gibt es etwa 60 Kinder und Jugendliche, die von fünf qualifizierten Trainern ausgebildet werden. "Die sind aber noch viel zu jung. Und Fußballer kann ich schlecht aufs Eis stellen", übt sich Rosin im Sarkasmus. Ein Komplett-Umbruch war nicht zu vermeiden. Kissinger Spieler wie Alex Berger, Sven Kaufmann, Dominik Reiss und zuletzt Martin Oertel mussten aus beruflichen Gründen passen. Mit Kevin Faust, Kevin Kessler, Jonas Manger, Michael Stach und Alexander Andrusovich verließen gleich fünf Akteure die Saalestädter in Richtung der Schweinfurter Mighty Dogs.

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Mentalität und Pathos bei den Kissinger Wölfen

Unaufhaltsam: Kissingens Verteidiger Niko Grönstrand zeigte im Spiel gegen Königsbrunn auch offensive Qualitäten. Foto: Hopf Nemirovsky und Co. stehen sensationell im Finale um die Landesliga-Meisterschaft und treffen dort auf den 16-fachen Deutschen Meister EV Füssen.

EC Kissinger Wölfe - EHC Königsbrunn 4:2 (0:1, 2:1, 2:0).


Wer Geschichte schreibt, darf ruhig pathetisch sein. So, wie es Marc Hemmerich war. "Es bleiben die Mannschaften im Herz und in der Erinnerung, mit denen du erfolgreich warst. Das sagt immer unser Trainer. Und das trifft auf diese Truppe zu", sagte der 32-Jährige, der schon so viele Schlachten geschlagen hat in seiner Karriere. Die Belastung der vergangenen Woche und Monate scheint am wuchtigen Körper des Verteidigers abzuprallen. "Wir sind fit. Und wir haben die Erfahrung", grinste der Mann mit Bart.

Weiter, immer weiter

Raus mit Applaus hätten die Kissinger Wölfe gehen können mit einer Niederlage, die Fans hätten ihre Mannschaft dennoch gefeiert. "Ein Finale ist immer etwas Besonderes. Egal in welcher Liga. Außerdem will ich immer gewinnen", hielt Mikhail Nemirovsky dagegen. Das Mentalitäts-Monster, das mit seinem Ehrgeiz die eigenen Spieler mitunter in den Wahnsinn treibt, aber auch an die Leistungsgrenze - und darüber hinaus - bringt. "Wir haben Qualität. Und wer sie nicht aufs Eis bringt, kann Herz und Leidensfähigkeit zeigen. Dann ist so etwas möglich", weiß der 42-Jährige.

Das Finale um die Landesliga-Meisterschaft also mit dem 16-fachen Deutschen Meister EV Füssen als Gegner in wieder maximal drei Spielen. Am Freitag (19.30 Uhr) reisen die Wölfe ins Ostallgäu, Spiel zwei findet am Sonntag um 18 Uhr in Bad Kissingen statt. "Der Pokal wird in der Halle sein, die Bayern-Hymne wird gespielt und wir werden uns noch einige Extras einfallen lassen", sagte ein euphorisierter Wölfe-Vorsitzender Michael Rosin, der gerne noch "auf dieser Welle weiter reiten" will. Selbst bei einer Niederlage dürfen sich die Fans nämlich auf einen weiteren Kracher freuen mit der Relegation gegen einen Bayernligisten aus der Abstiegsrunde.

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3. Halbfinalspiel gegen den EV Königsbrunn

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Saison: 2016/2017

1. Mannschaft

Trainer: Mikhail Nemirovsky
Co-Trainer: Michael Rosin

(T) # 25 Timo Jung (neu)
(T) # 32 Donatas Zukovas (neu)
(T) # 1 Michael Tscherepanow (neu)
(T) # 21 Lars Torben Franz (E)

(V) # 19 Simon Eirenschmalz
(V) # 79 Marc Hemmerich (neu)
(V) # 10 Niko Grönstrand (neu)
(V) # 26 Christian Masel (neu)
(V) # 52 Jan Pankovsky
(V) # 14 Rami Heikkilä
(V) # tbd


(S) # 07 Viktor Ledin
(S) # 78 Mikhail Nemirovsky
(S) # 13 Eugen Nold
(S) # 51 Martin Oertel (neu)
(S) # 57 Chad Evans (neu)
(S) #   8 Roman Nikitin
(S) # 75 Martin Schuler
(S) # 66 Lukas Zänglein (neu)
(S) # 44 Paul Schmelzer
(S) # 33 Donatas Vitte (neu)
(S)
# tbd

Betreuer:

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SEN BYL Relegation 2017

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